Osnabrück: Mit Schulbüchern, Pausenbrot und 5000 Euro im Schulranzen marschierte am Mittwochmorgen ein siebenjähriger Junge zum Unterricht. Wie bitte? Ja, richtig gelesen. Der Steppke aus dem Landkreis Osnabrück hatte wertvolles Gepäck dabei. Keine Blüten, alles völlig legal – nur zu Anschauungszwecken. Wann sieht man schließlich so viel Geld auf einen Haufen? In diesem Fall in einem Briefumschlag.
Nun denn, der Grundschüler hatte daheim den besagten Briefumschlag entdeckt. Mama und Papa hatten das Geld von der Bank geholt. Natürlich nicht für eine Schulbesichtigung, sondern für den Kauf eines Pkw. Der Autokauf musste erst mal warten. Diese herrlichen Geldscheine sollten zunächst noch die Mitschüler bewundern. Und so wanderte der Briefumschlag in den Tornister – und der Filius wurde zum beliebtesten Schüler des Vormittags. Der eine oder andere Geldschein wurde von den Freunden ausgiebig inspiziert. Fühlen, riechen und sich einfach mal wie ein reicher Mann fühlen. Der etwas andere Unterrichtsinhalt. Einer Lehrerin kam diese Wissensvermittlung etwas spanisch vor. Sie informierte vorsichtshalber die Polizei.
Die Ordnungshüter rückten an und brachten in kurzer Zeit Licht ins Dunkel. Das Geld wanderte vollständig zurück in den Umschlag und wurde den Eltern zurückgegeben. Nichts passiert. Eltern glücklich, Sohnemann glücklich, Mitschüler begeistert.
(Symbolbild)
(PM)
(12.03.26)