Wie die HSG Nordhorn-Lingen in einer Pressemeldung mitteilte hat Elias Ruddat seinen Vertrag verlängert. Seit 1½ Jahren ist der gebürtige Magdeburger ein wichtiger Bestandteil des Teams. Das zeigt auch die interne Torschützenliste, wo der 23-Jährige in der laufenden Saison mit 56 Treffern auf Platz 3 liegt. Übrigens: Nur ein Linksaußen in der 2. HBL hat aktuell mehr Feldtore erzielt.
Im Sommer 2024 war der so ehrgeizige wie sympathische Rechtshänder nach einem Jahr in Vinnhorst zur HSG gewechselt. Davor war er 14 Jahre lang beim SC Magdeburg aktiv, in sämtlichen Jugendteams, als Kapitän der A-Jugend, bei den SCM-Youngstern sowie mit Kurzeinsätzen bei den Profis in Meisterschaft, Champions League und Klub-WM.
In 2024/25 kam er neben Maximilian Jaeger auf der Linksaußen-Position zu 45 Toren – darunter sein Buzzer-Beater-Ausgleich im Spiel gegen Dessau aus seiner sachsen-anhaltinischen Heimat. Übrigens war die Partie gegen den DRHV auch in der aktuellen Saison bislang seine erfolgreichste – ihm gelangen neun Treffer. Regelmäßig zahlt Elias Ruddat das Vertrauen seines Trainers zurück, der ihn auch auf der halblinken Verteidiger-Position zum Einsatz bringt. Noch heute ärgert ihn die erste rote Karte seiner Karriere im letzten Hinrundenspiel in Krefeld. Dass er das Spiel danach aus dem HSG-Fanblock verfolgte, wurde dagegen von den Anhängern sehr positiv aufgenommen.
Mit seiner Freundin Antonia und ihrem gemeinsamen Sohn Mats, der Ende April zwei Jahre alt wird, ist er längst in Nordhorn heimisch geworden. Schon Ende Februar wird die Familie noch größer, denn ein Brüderchen hat sich angekündigt, worauf sich alle drei natürlich sehr freuen. „Das Leben in Nordhorn ist sehr angenehm für uns. Es passt alles.“ Damit meint Elias auch sein Psychologie-Studium, das er weiter konsequent durchzieht. In diesem Jahr strebt er nach noch zwei ausstehenden Prüfungen den Bachelor an.
Natürlich fühlt sich Elias Ruddat auch sportlich wohl. Neben der Harmonie und dem Zusammenhalt in der Mannschaft nennt er auch das Trainerteam und den Staff als Gründe für seine Verlängerung. „All das führt zu sichtbar guten Ergebnissen“, sagt er nicht nur mit Blick auf seine Torquote, sondern auch auf seine starke Performance im Abwehrverbund. „Ich bin den Verantwortlichen im Verein sehr dankbar für das Vertrauen und freue mich darauf, mit ihnen weiterzuarbeiten.“ Nebenbei: 100 Tore sollen es in dieser Saison mindestens werden, wogegen Mark Bult und Co. sicherlich nichts einzuwenden hätten.
Sein Trainer äußert sich im Übrigen sehr wohlwollend zur weiteren Zusammenarbeit mit seinem Schützling: „Elias ist ein Spieler, der sich in den letzten zwei Jahren unglaublich gut entwickelt hat, und zwar nicht nur sportlich, sondern auch persönlich. Er kam als junger, wilder Handballer zu uns, und inzwischen ist er ‚erwachsen‘ geworden. Wir haben viel dafür getan, dass er mittlerweile in der Abwehr sehr stabil und aggressiv ist, was als Außenspieler auf der Halbposition gar nicht selbstverständlich ist. Daran, dass er sein Leistungsvermögen in der Defensive ausschöpft, arbeiten wir weiter hart. Und was den Angriff angeht: Die Außen sind in unserem auf Breite angelegten Spiel ohnehin sehr wichtig und bekommen viele Würfe. Und auch da ist Elias inzwischen sehr stabil und treffsicher geworden, das gilt für Abschlüsse von außen wie für den Gegenstoß. Aufgrund seines jungen Alters hat sehr viel Potenzial und kann wirklich einer der besten Linksaußen in der Zweiten Liga werden.“
(Foto: HSG Nordhorn-Lingen)
(20.01.26)