Landkreis Emsland: In die Straßeninfrastruktur wird auch in diesem Jahr wieder im regionalen Geschäftsbereich Lingen investiert. Rund 19,4 Millionen Euro fließen in Landesstraßen. Im Vorjahr waren es 16,1 Millionen Euro. „Gute Straßen und Brücken bedeuten Mobilität, Verlässlichkeit und Vertrauen in die öffentliche Daseinsvorsorge“, sagt Dr. Hannah Timmer (Geschäftsbereichsleiterin).
Welche großen Maßnahmen werden im Laufe dieses Jahres umgesetzt? Erneuert wird die Ortsdurchfahrt Emsbüren (L40) im Rahmen einer Gemeinschaftsmaßnahme. Die Fahrbahn und der Radweg an der L60 zwischen der B402 und Haneberg wird auf einer Länge von rund 2,3 Kilometer erneuert. Im Zuge der L51 in Papenburg sollen 16 Durchlässe erneuert werden. An der L62 zwischen Aschendorf und Aschendorf Moor wird auf einer Länge von rund 3,5 Kilometer die Fahrbahn und der Radweg umfangreich erneuert (Mittel stammen aus dem Sondervermögen).
Die Ortsdurchfahrt Neuvrees soll auf einer Länge von 1,7 Kilometer im Rahmen einer Gemeinschaftsmaßnahme erneuert werden. In Emstek wird der Knotenpunkt L836/K178 in der Ortsdurchfahrt instandgesetzt. An der L831 erfolgt zwischen Markhausen und Ellerbrock eine Radweg-Erneuerung.
Im Landkreis Emsland in Rhede (L52) sind die Arbeiten für die Ersatzneubauten an der Emsbrücke und Flutmuldenbrücke abgeschlossen worden. In diesem Sommer erfolgt der „Lückenschluss“ zwischen den neuen Brücken und der Landesstraße. In der Grafschaft Bentheim werden die Brücken über die Lee und den Klausheider Graben an der L67 zwischen Wietmarschen und Nordhorn ersetzt. Die Bauarbeiten finden an beiden Brücken parallel statt. Um Zeit zu sparen, werden wie schon bei den beiden baugleichen L67-Bauwerken über den Soermannsbach und den Plakkengraben größtenteils Fertigteile genutzt.
Das Land Niedersachsen stellt aus seinem Anteil am Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz des Bundes 500 Millionen Euro für Landesstraßen und Brücken bis einschließlich 2035 bereit. Das sind 50 Millionen Euro jährlich. Zusammen mit den Mitteln des regulären Haushalts ergeben sich für 2026 rund 170 Millionen Euro für die Landesstraßen und Brücken: das Zukunftsprogramm Infrastruktur für Niedersachsen. Das Bauprogramm 2026 für ganz Niedersachsen setzt sich zu rund zwei Dritteln aus Mitteln des regulären Landeshaushalts und zu etwa einem Drittel aus Mitteln des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaschutz des Bundes zusammen. Timo Quander, Präsident der NLStBV: „Die Finanzmittel des Landes und die zusätzlichen Mittel des Bundes eröffnen uns die großartige Chance, unsere Infrastruktur an vielen wichtigen Stellen in einen besseren Zustand zu versetzen. Diese Investitionen verbessern die Leistungsfähigkeit unserer Infrastruktur und sind ein wichtiger Baustein für unser aller Mobilität.“
(PM)
(Foto: NLStBV/Boelmann)
(10.02.26)