Bramsche, Landkreis Osnabrück: Nach dem Großeinsatz in der Innenstadt von Bramsche am Montagmittag sind neue Details bekannt geworden. Laut Medienberichten handelt es sich bei dem Vorfall um ein innerfamiliäres Tötungsdelikt.
Demnach soll ein 86-jähriger Mann seine 62 Jahre alte Tochter erschossen und anschließend sich selbst das Leben genommen haben. Dieses Ergebnis habe die Obduktion der beiden Verstorbenen erbracht.
Vater und Tochter lebten den Berichten zufolge in getrennten Wohnungen in dem gemeinsamen Wohnhaus. Im Vorfeld soll es familiäre Streitigkeiten gegeben haben. Anwohner hatten gegen 12.30 Uhr Hilferufe einer Frau sowie mehrere Schüsse gehört und daraufhin die Polizei alarmiert.
Als die Einsatzkräfte das Gebäude betraten, fanden sie den 86-Jährigen leblos vor. Die 62-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt entdeckt. Trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen starb sie noch am Tatort.
Weiter heißt es in den Berichten, dass im Haus eine Schusswaffe sichergestellt wurde. Der Mann soll im Besitz einer gültigen Waffenbesitzkarte gewesen sein und mehrere Waffen legal besessen haben. Noch im Herbst 2025 sei seine waffenrechtliche Zuverlässigkeit überprüft und bestätigt worden.
Da der mutmaßliche Täter ebenfalls verstorben ist, dürfte das Verfahren nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen eingestellt werden. Nach deutschem Recht können gegen Verstorbene keine Strafverfahren geführt werden.
(Symbolbild)
(04.03.26)