Derby-Stimmung beim SC Spelle-Venhaus. Am Mittwoch um 19.30 Uhr treten die Schwarz-Weißen zum Nachholspiel beim SV Holthausen Biene an. „Darauf hat man immer extrem Bock“, erwartet SCSV-Trainer Henry Hupe ein heißes Duell. „Der Biener Busch wird brennen“, sagt Joachim Korte, der Sportliche Leiter des Gastgebers. „Auf solche Spiele freuen sich die Emsländer“, erwartet er auch eine stattliche und friedliche Kulisse.
Die Speller werden auf jeden Fall Unterstützung mitbringen. Es ist ein Bus voll Fans angekündigt. Weitere SCSV-Anhänger werden dazukommen, um den Schwarz-Weißen den Rücken zu stärken. „Wir freuen uns über jeden, der uns unterstützt. Man hat in den vergangenen Spielen auch vor der Winterpause gesehen, dass so eine Unterstützung den Unterschied ausmachen kann auf dem Platz“, stellt Hupe fest. Die Mannschaft wolle es „komplett zurückzahlen mit einer guten Leistung und einem guten Ergebnis.“ Nach der Winterpause wartet der SCSV noch auf den ersten Dreier. Aber beim 2:2 zuletzt beim TuS Bersenbrück oder über 60 Minuten gegen den Aufstiegsmitfavoriten Atlas Delmenhorst (1:2) zeigten die Speller, was sie können. Es fehlte nur der Lohn in Form von Punkten.
Hupe glaubt nicht, dass auch nur einer seiner Spieler den Tabellenletzten aus Biene unterschätzen wird. „Die Jungs sind erfahren genug. Sie können das gut einschätzen und sie wissen, dass jedes Oberliga-Spiel schwierig wird. Wir haben das schön häufig genug thematisiert.“ Natürlich wissen die Speller auch, dass dieses Derby für den Gastgeber eine besondere Partie ist.
Am Mittwoch muss der SCSV auf den nach der zehnten Gelben Karte gesperrten Mittelfeldspieler Felix Golkowski verzichten. Sonst dürfte es wenige Veränderungen im Vergleich zum Sonntag geben. Zum mittleren Teil der englischen Woche könnte es zwei Rückkehrer geben: Max Meier, der nach langer Verletzungspause bereits sein Comebackgegeben hat, und Steffen Schepers. Der Ex-Biener fehlt schon monatelang. „Aber wirmüssen noch das Training am Dienstag abwarten, ob das Sinn macht.“ Schepers käme ohnehin nur für einen Kurz-Einsatz infrage. Adrian Lenz ist am Montag wieder ins Training eingestiegen. Aber auch er hat noch etwas nachzuholen.
Der Aufsteiger aus Biene hat in dieser Saison erst ein einziges Punktspiel gewonnen: am zehnten Spieltag 3:2 gegen Wolfenbüttel. Dazu kamen Unentschieden gegen Wilhelmshaven und Lupo-Martini Wolfsburg. Der Abstand zum rettenden Ufer ist riesig. Da aber noch nicht sicher sei, wie viele Mannschaften sich am Saisonende Richtung Landesliga verabschieden müssen, „haben wir uns noch nicht aufgegeben“, betont Korte. Acht der 13 Rest-Spielefinden am Biener Busch statt. „Wir schauen, dass wir zügig ein paar Punkte sammeln und dann hoffentlich am Saisonende irgendwie über dem Strich stehen“, meint Korte. Im Dezember hat Emiel ten Donkelaar den Meistertrainer Henning Schmidt abgelöst. Die Stimmung sei wieder besser geworden. Zudem ist die Verletztenliste nicht mehr so lang wie in der Hinserie, als teilweise ein Dutzend Fußballer fehlten. Grundsätzlich, sagt Korte, wäre es für Biene kein Weltuntergang, sollte es am Saisonende nicht reichen. „Wir werden für die nächste Saison eine gute Mannschaft haben, um dann wieder in der Landesliga mit zu kicken.“ Zudem sei ten Donkelaar nicht als Trainer geholt worden, der nur bis zum Sommer bleibt und Biene auf Biegen und Brechen irgendwie in der Klasse halten soll. „Wir planen mit Emiel längerfristig, um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein“
(Foto: Uli Mentrup)
(PM)
(17.03.26)