Landkreis Emsland: Am 13. März besuchten Zugführer der Gefahrgutzüge des Landkreises Emsland sowie
Kreisausbilder für den Bereich CBRN die Analytische Task Force Dortmund zu einem
gemeinsamen Erfahrungsaustausch. Die Teilnehmer wurden von den Kameraden der
Berufsfeuerwehr Dortmund herzlich empfangen.
Zu Beginn erhielten die Gäste eine umfassende Einführung in die Aufgaben, Fähigkeiten und die
besondere Ausrüstung der ATF. Die Analytische Task Force ist eine Spezialeinheit zur
Erkennung atomarer, biologischer und chemischer Stoffe und bundesweit an acht Standorten bei
verschiedenen Berufsfeuerwehren angesiedelt. Ihr Einsatzspektrum reicht von regionalen
Unterstützungsleistungen bis hin zu überregionalen und sogar internationalen Einsätzen. Die
Alarmierung kann über das niedersächsische Innenministerium und weiter über das Gemeinsame
Lagezentrum von Bund und Ländern (GLMZ) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und
Katastrophenhilfe erfolgen.
Im weiteren Verlauf wurden den Teilnehmern mehrere Einsatzbeispiele vorgestellt, insbesondere
im Zusammenspiel mit Polizeibehörden. Ein aktuelles Beispiel stellte die Unterstützung bei der
Durchsuchung eines Drogenlabors dar. Hier übernahmen die Dortmunder Spezialisten die
Identifikation der vorgefundenen Chemikalien und leisteten damit einen entscheidenden Beitrag
zur Gefahreneinschätzung für die eingesetzten Einsatzkräfte.
Im Anschluss folgte die Besichtigung der Fahrzeughalle. Dort präsentierte die ATF ihre spezielle
Fahrzeug- und Gerätetechnik. Zum Fuhrpark gehören unter anderem ein
Mannschaftstransportwagen (MTW), ein Einsatzleitwagen (ELW) mit umfangreicher
Messtechnik, ein Abrollbehälter Labor als mobiles Analysesystem sowie ein Gerätewagen mit
vielfältiger Ausrüstung und Ladebordwand. Für internationale Einsätze sind Teile der Ausstattung
in lufttransportfähigen Kisten verlastet. Besonders eindrucksvoll zeigte sich der Abrollbehälter Labor. Dieser verfügt über eine Vielzahl moderner Messgeräte sowie einen Arbeitsplatz mit Absauganlage. Das Labor kann zudem in
einen „schwarzen“ und „weißen“ Bereich unterteilt werden, um eine sichere und strukturierte
Probenbearbeitung zu gewährleisten.
Unterstützt werden die Einsatzkräfte der ATF durch Chemie-Fachberater. Diese übernehmen die
Auswertung der Messergebnisse. Zur Absicherung der Stoffidentifikation werden grundsätzlich
zwei unabhängige Proben mit unterschiedlichen Verfahren analysiert. Stimmen die Ergebnisse überein, gilt der Stoff als eindeutig identifiziert. Nach der ausführlichen Vorstellung der Technik und Arbeitsweise endete der Besuch. Die Teilnehmer blicken auf einen kurzweiligen und zugleich sehr informativen Tag zurück. Ein
besonderer Dank gilt der Feuerwehr Dortmund für die freundliche Aufnahme und die
interessanten Einblicke in die Arbeit der Analytischen Task Force.
(PM)
(Foto: Martin Mehmann)
(25.03.26)