Meppen: Der Bahnhof Meppen war zwischen 1939 und 1945 ein zentraler Umschlagplatz für Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter. Seit September 2025 führt die Volkshochschule Meppen das Projekt „Spuren der Nachbarn sichtbar machen“ durch. Im Rahmen des Projekts präsentiert der Historiker Manfred Fickers unter dem Titel „Umschlagplatz für Gefangene und Zwangsarbeiter – Der Bahnhof Meppen zwischen 1939 und 1945“ seine Forschungsergebnisse in zwei öffentlichen Vorträgen. Im Mittelpunkt steht die Aufarbeitung der Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes in der Region, insbesondere die Rolle des Bahnhofs Meppen als Drehscheibe für den Transport von Gefangenen und Zwangsarbeitern. Der Historiker hat sich eingehend mit der Funktion des Bahnhofs während der NS-Zeit befasst und ordnet die lokalen Geschehnisse in den größeren historischen Kontext ein.
Gefördert wird das Projekt von der Stiftung
Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem Beauftragten der
Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Rahmen des Programms
„MemoRails“.
Die Vorträge finden an zwei Terminen statt: Am Donnerstag, 23. April 2026, um 19:00 Uhr im Stadtmuseum Meppen, An der Koppelschleuse 19a, 49716 Meppen, sowie am Dienstag, 9. Juni 2026, um 18:30 Uhr in der Gedenkstätte Esterwegen, Hinterm Busch 1, 26897 Esterwegen.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Um eine verbindliche Anmeldung wird gebeten, per E-Mail an nadine.schlump@vhs-meppen.de oder telefonisch unter 05931 / 9373-52.
(Symbolbild)
(PM)
(01.04.26)