Meppen: Die emsländischen Gemeinden und der Landkreis Emsland arbeiten bei derGefahrenabwehr eng zusammen. Beispiele wie das Hochwasser zum Jahreswechsel2023/24 oder die Unterbringung der Ukrainerinnen und Ukrainer hier im Emsland sind beredte Beispiele dafür. Um diese Zusammenarbeit zu optimieren und effektiver zugestalten, fanden im Meppener Kreishaus an jeweils zwei Tagen Schulungen für dieHauptverwaltungsbeamtinnen und Hauptverwaltungsbeamten der Kommunen sowiePersonen, die in den Gemeinden u. a. im Bereich Gefahrenabwehr undKatastrophenschutz verantwortlich zeichnen, statt.
Alle 19 emsländischen Kommunen verfügen bereits über Krisenstäbe. Ziel war es nun,einheitliche Strukturen in der Gefahrenabwehr nach dem Vorbild des Verwaltungsstabmodells zuinstallieren. So lernten die Kommunen die Vorzüge dieses Modells in der Schulung kennen. Dazu kamen Angehörige der Städte Lingen (Ems), Haselünne, der Samtgemeinden Freren, Spelle, Lengerich und Herzlake sowie der Gemeinden Salzbergen, Emsbüren, Geeste und Twist zur ersten Schulung ins Kreishaus. Bei einem zweiten Termin waren Vertreterinnen und Vertreter der Städte Papenburg, Meppen und Haren (Ems), der Samtgemeinden Dörpen, Nordhümmling, Lathen, Sögel und Werlte sowie der Gemeinde Rhede (Ems) in der Kreisverwaltung zu Gast.
„Es ist für Kommunen zielführend im Verwaltungsstabsmodell zu arbeiten, da es näher an den bekannten und bewährten Arbeitsstrukturen liegt und diese für eine Gefahrenabwehr nutzt“, sagt der zuständige Dezernent Christoph Exeler. So sei beispielsweise ein Personaler in der Gemeindeverwaltung auch im Verwaltungsstab für die Bereitstellung von Personal und weiterenEinsatzkräften zuständig, erläutert er.
Der Verwaltungsstab ist eine spezielle Organisationsform einer Behörde oder Kommune, die bei Krisen oder besonderen Lagen einberufen wird, ämterübergreifend Maßnahmen koordiniert,Informationen bewertet und administrative Entscheidungen trifft. In einem Gefahrenfall ist der Verwaltungsstab einer betroffenen Kommune für die Abarbeitung der Lage zuständig.
Die angebotenen Schulungen fanden große Resonanz bei allen Kommunen. Zahlreiche Hauptverwaltungsbeamte und -beamtinnen sowie deren Vertretungen nahmen teil. „Allekreisangehörigen Kommunen können nun ihre Verwaltungsstäbe entsprechend organisieren und sind damit für die Gefahrenabwehr gut gerüstet“, sagt Exeler. Das Schulungsangebot wurde inhaltlich vollständig durch die Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung (BABZ) vorbereitet und begleitet, der Landkreis übernahm die Organisation.Die Schulungen stellten einen weiteren Baustein in der gemeinsamen Kooperation derGemeinden und des Landkreises Emsland bei der Gefahrenabwehr dar. Bereits im Sommer 2025 war Landrat Marc-André Burgdorf gemeinsam mit den emsländischenHauptverwaltungsbeamtinnen und Hauptverwaltungsbeamten an der BABZ in Ahrweiler zumThema Katastrophenschutz geschult worden. Weitere Optimierungen wurden durch eine Arbeitsgruppe – bestehend aus den Städten Lingen (Ems) und Meppen, den Samtgemeinden Dörpen, Sögel und Herzlake sowie der Gemeinde Emsbüren als Querschnitt aller emsländischen kleinen, mittelgroßen und größeren sowie im nördlichen, mittleren und südlichen Emsland gelegenen Kommunen – angestoßen. Ab 2027 wird es weitere gemeinsame Schulungen mit dem Landkreis Emsland und den emsländischen Kommunen geben.
(Foto: Landkreis Emsland)
(PM)
(04.05.26)