Fußball-Oberligist SC Spelle-Venhaus hat vor großer Kulisse beim Spiel gegen Borussia Mönchengladbach vier Spieler und zwei Trainer verabschiedet: Jan-Hubert Elpermann, Elias Strotmann, Nils Bußmann, Jip Kemna, Johann Benner und Marius Kattenbeck hatten den Dank des SCSV und den Beifall der 2546 Zuschauer verdient.
Besonders emotional wurde es bei Jan-Hubert Elpermann: Er kam 2016 vom Westfalenligisten Preußen Münster II, wechselte 2018 für eine Saison wieder zu seinem Heimatverein Germania Twist und kehrte zum SCSV zurück. Er hat für die Schwarz-Weißen in 216 Pflichtspielen 15 Tore geschossen. Jetzt hat er die Bühne im Getränke Hoffmann Stadion verlassen. „Hubi hat den SCSV über fast ein Jahrzehnt als wichtige Führungspersönlichkeit maßgeblich mitgeprägt. Seine Erfahrung, seine Vereinstreue und sein Einsatz auf und neben dem Platz waren in all den Jahren ein Fundament für unseren Erfolg. Ein echtes Gesicht des SCSV geht von Bord“, sagte Spelles Sportlicher Leiter Markus Schütte. Elpermann wird Co-Trainer beim SV Teglingen.
Mit Elias Strotmann geht ein Torjäger mit vielen Emotionen. Der aus Schapen stammende Stürmer kam 2024 vom westfälischen Oberligisten 1. FC Gievenbeck. Jetzt zwingt ihn eine schwere Knieverletzung dazu, seine Karriere im Leistungsfußball vorzeitig zu beenden. Unvergessen bleibt sein spektakulärer 50-Meter-Treffer gegen den Heeslinger SC, der nicht nur in den sozialen Medien für Furore sorgte. Der 28-Jährige traf in 47 Spielen für Spelle 17-mal. Schütte dankte Strotmann für seinen Einsatz bei den Schwarz-Weißen. Der Verein wünscht ihm für seine Heimkehr zu Westfalia Hopsten alles Gute.
Mit Jip Kemna verlässt ein weiterer Mittelstürmer den Verein. Der 28-Jährige kehrt in seine niederländische Heimat zurück, in der er künftig mit Freunden unterklassig spielen will. Kemna stieß erstmals nach dem Regionalligaaufstieg 2023 zum SCSV. Der stets gut gelaunte Fußballer war in der vierten Liga mit acht Treffern gefährlichster Schütze der Schwarz-Weißen. Er wechselte nach einer Saison zum HHC Hardenberg und kehrte im vergangenen Winter zurück. Insgesamt absolvierte er 45 Partien für Spelle und schoss elf Tore. Schütte dankte für den Einsatz. „Wir haben sein Engagement und seine offene Art sehr geschätzt.“
Nils Bußmann verlässt Spelle nach einer Saison. Er kam im vergangenen Sommer mit viel Ehrgeiz aus Wettringen. Obwohl er nicht auf die erhofften Einsatzzeiten kam, hat er sich immer professionell in den Dienst der Mannschaft gestellt. Schütte dankte ihm für seinen „Einsatz im schwarz-weißen Trikot und seine stets positive Art als Teamplayer“. Bußmann
lief zwölfmal für den SCSV auf und belohnte sich im letzten Punktspiel mit seinem ersten Oberliga-Tor. Er wechselt zum SV Mesum.
Johann Benner ist im November 2019 nach einem Engagement als Co-Trainer der zweiten Mannschaft des FC Eintracht Rheine zum SC Spelle-Venhaus gestoßen. Der Torwarttrainer, Co-Trainer und Teambetreuer „war über einen langen Zeitraum eine feste und unverzichtbare Größe in unserem Funktionsteam. Mit seiner fachlichen Expertise im Torwarttraining und seinem großen Engagement in der Teambetreuung hat er maßgeblich zum Erfolg und zum Zusammenhalt unserer Mannschaft beigetragen“, dankte Schütte Benner auch für seine Zuverlässigkeit und die Treue zum SCSV, für den er vor rund 20 Jahren unter den Trainern Thomas Schilling und Winfried Budde schon als Spieler aktiv war.
Co-Trainer Marius Kattenbeck verlässt den SCSV überraschend. Nach einer kurzfristigen Anfrage seines Heimatvereins Borussia Emsdetten wird er dort Cheftrainer. Der 32-Jährige ist den Spellern dankbar, dass sie es ihm ermöglichen, und sich mit ihm freuen, dass er den nächsten Schritt als Coach machen kann. Kattenbeck ist 2023 nach Spelle gekommen. „Wir verlieren einen super Typen, der hier für die erste Mannschaft nicht nur auf dem Platz, sondern auch drumherum organisatorisch viel gemacht hat. Mit seiner angenehmen Art und seiner Kommunikation hat er für Schwung gesorgt. Wir werden in Kontakt bleiben“, dankte Schütte Kattenbeck, der zuletzt auch im Trainerteam der Speller U23 verantwortlich zeichnete. Dabei, sagte der Emdettener, habe er gespürt, „wie viel Spaß es macht und wie viel es bedeutet, Verantwortung für eine eigene Mannschaft zu übernehmen“.
(Foto: SCSV)
(PM)
(24.05.26)