Spelle: Zum letzten Test der Sommervorbereitung erwartet Fußball-Oberligist SC Spelle-Venhaus am Samstag um 14 Uhr den westfälischen Oberligaaufsteiger SC RW Maaslingen. Beim Gastgeber geht es darum, sich acht Tage vor der ersten Pflichtaufgabe im Niedersachsenpokal gegen den Heeslinger SC für die Startelf zu empfehlen. Trainer Henry Hupe hat bereits deutlich gemacht, dass die Entscheidungen in dem stark und in der Breite ziemlich ausgeglichen besetzten Kader schwerfallen. Bei etwa der Hälfte der Positionen sei es „sehr, sehr eng“. Und das liege an der guten Qualität der Fußballer, erklärt der Coach.
Nachdem die Spieler in den bisherigen Tests nahezu ähnliche Einsatzzeiten verzeichnet haben, folgt die Partie gegen Maaslingen anderen Maßstäben. „Da sind wir eher auf das erste Pflichtspiel ausgerichtet“, sagt Hupe. Aber natürlich wird es auch noch Wechsel und damit Chancen für einen größeren Spielerkreis geben.
Beim Test am Mittwoch gegen den Westfalenligisten GW Nottuln wechselte Hupe zur Halbzeitpause gleich neun Spieler, bot also nahezu gleichstarke Aufgebote auf. Der SCSV dominierte in beiden Hälften und setzte sich klar mit 5:1 durch. „Da war viel Energie auf dem Platz“, erkannte Hupe die hohe Intensität.
Der SCSV sorgte in beiden Halbzeiten für viel Druck. Dabei waren beide Hälften sehr unterschiedlich. Das lag eher an der Ausrichtung des Gastes, der in den vorherigen Partien gegen westfälische Oberligisten für Überraschungen gesorgt hatte. Vor der Pause versuchte Nottuln, das Spiel offensiver zu gestalten. „Das hat uns in die Karten gespielt“, bekannte Hupe. Das Speller Powerplay bremste den Gast krass aus. Zum Seitenwechsel hieß es 4:1.
Im zweiten Durchgang folgte nur noch ein Treffer zum 5:1. Nottuln setzte verstärkt auf die Defensive, verteidigte sehr tief und wirkte besser sortiert. „Da war es natürlich schwieriger. Aber auch das haben wir sehr seriös gemacht“, zeigte sich der Coach mit beiden Halbzeiten „sehr zufrieden“. Seine positive Erkenntnis: „Die Jungs machen vieles, von dem, was wir gesagt haben, schon richtig gut.“ Den Eindruck hatten offenbar auch die Zuschauer. Sie spendeten reichlich Beifall für Tore und gute Szenen.
Mit Maaslingen erwartet Hupe „eine richtig gute Truppe, die uns maximal fordern wird.“ Das dürfte das Niveau sein, das den SCSV auch in den Wochen danach erwartet. Die Rot-Weißen wurden mit klarem Vorsprung Meister der Westfalenliga, verfügten beim Torverhältnis von 70:29 über die torgefährlichste Offensive und die stabilste Defensive. Auffälligster Angreifer im Team von Trainer Sergej Bartel ist Jan-Malte Schwier, der zwölf Tore geschossen und zudem 14 weitere Treffer vorbereitet hat.
Das Team aus dem Ortsteil von Petershagen im Kreis Minden-Lübbecke hat erstmals den Sprung in die Oberliga geschafft. Entsprechend gut ist die Stimmung in Ostwestfalen. In der Vorbereitung haben die Rot-Weißen nur gegen den Regionalligisten SV Rödinghausen 0:2 verloren. Bei den bisherigen drei Begegnungen mit Mannschaften aus der Oberliga Niedersachsen blieben sie ohne Niederlage. Beim TuS Bersenbrück mit dem Ex-Spelle-Trainer Hanjo Vocks gelang durch den Treffer von Bastian Rode in der Schlussminute noch ein 2:2. Die Partie gegen den 1. FC Germania Egestorf-Langreder endete 0:0. Gegen den BSV Rehden schoss Aias Aosman das Tor des Tages. Die SCSV-Fans sind gespannt, wie die Speller gegen Maaslingen abschneiden.
(Foto: Uli Mentrup)
(PM)
(24.07.26)