Lingen: Auf der Bundesstraße 70 bei Lingen hat sich am Freitagmittag gegen 12.45 Uhr ein tödlicher Verkehrsunfall zwischen einem Motorrad und einem Rettungswagen ereignet.
Nach dem bisherigen Ermittlungsstand befand sich der Rettungswagen auf einer Einsatzfahrt und überholte eine Fahrzeugschlange. Anschließend soll das Einsatzfahrzeug wieder auf seine Fahrspur eingeschert sein. Nahezu zeitgleich setzte vermutlich auch ein entgegenkommender Motorradfahrer zum Überholen mehrerer Fahrzeuge an. Dabei soll er den Rettungswagen, der zuvor die andere Fahrzeugkolonne überholt hatte, nicht wahrgenommen haben.
Es kam zu einem Frontalzusammenstoß. Der Motorradfahrer erlitt dabei tödliche Verletzungen. Ein weiterer beteiligter Pkw soll versucht haben, dem Rettungswagen auszuweichen beziehungsweise Platz zu machen.
Die genaue Abfolge der Fahrmanöver ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Insbesondere ist bislang nicht abschließend geklärt, auf welchen Fahrspuren sich die beteiligten Fahrzeuge unmittelbar vor dem Zusammenstoß befanden und welche Bewegung letztlich zur Kollision führte. Zur möglichen Verletztenlage der Besatzung des Rettungswagens lagen zunächst keine Angaben vor.
Mehrere beteiligte Fahrzeuge sollen für weitere technische Untersuchungen sichergestellt werden. Dabei soll unter anderem geprüft werden, ob eine mögliche Geschwindigkeitsüberschreitung eine Rolle bei dem Unfall gespielt haben könnte.
Das Motorrad wurde bei der Kollision schwer beschädigt. Zahlreiche Trümmerteile verteilten sich über die Fahrbahn. Im Fahrerbereich des Rettungswagens lösten mehrere Airbags aus.
Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren an der Unfallstelle im Einsatz. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern an.
(Foto: Symbolbild)
(14.08.26)