Papenburg: Wenn ein schwerverletzter Patient in den Schockraum kommt, zählt jede Minute. Klare Abläufe und eine gute Zusammenarbeit aller beteiligten Fachrichtungen sind deshalb entscheidend. Das Marien Hospital in Papenburg hat kürzlich einen umfangreichen ATLS®-Providerkurs (Advanced Trauma Life Support) für das ärztliche Team durchgeführt.
Im Mittelpunkt der von der Akademie der Unfallchirurgie (AUC) ausgerichteten Fortbildung stand das praxisnahe Training der Versorgung Schwerverletzter. Für besonders authentische Übungsszenarien wurden Darsteller engagiert und mit professionellem Make-Up hergerichtet. So konnten die Teilnehmenden die Versorgung von Schwerverletzten unter Bedingungen trainieren, die dem Ernstfall möglichst nahekommen. Auch praktische Maßnahmen wie die Anlage einer Thoraxdrainage wurden an speziellen Trainingsmodellen geübt.

„Als regionales Traumazentrum ist es uns wichtig, unsere hohen Standards in der Versorgung schwerverletzter Patienten kontinuierlich weiterzuentwickeln. Das gemeinsame Training verschiedener Fachrichtungen bietet dabei eine wertvolle Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und sich gemeinsam auf besondere Notfallsituationen vorzubereiten“, sagt Dr. Thomas Klapperich, Chefarzt der Unfallchirurgie und Leiter des Traumazentrums.
Das Marien Hospital Papenburg Aschendorf ist seit diesem Jahr erstmals als Regionales Traumazentrum von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) zertifiziert worden. Darüber hinaus ist das Krankenhaus zudem Mitglied im Traumanetzwerk Oldenburg/Ostfriesland, das eine abgestimmte, überregionale Zusammenarbeit in der Schwerverletztenversorgung sicherstellt.

(Bilder: Marien Hospital Papenburg Aschendorf)
(PM)
(10.09.26)