Lingen: Akrobatik, Tanz, Jonglage, Theater und visuelle Magie haben am Sonntag die Lingener Innenstadt in eine große Bühne verwandelt. Fünf Künstlerinnen, Künstler und Ensembles traten beim Kleinkunstwettbewerb „Lingener Theo“ 2026 gegeneinander an. Am Ende überzeugte Cie Balades Perdues die Jury und sicherte sich mit der Performance „IRIS“ den ersten Platz. Circus unARTiq erreichte den zweiten Platz, Kazibaze Theater Berlin belegte Rang drei. Das Preisgeld hatte in diesem Jahr die Volksbank gesponsert.
Traditionell fand der „Lingener Theo“ im Rahmen des Familiensonntags beim Lingener Altstadtfest statt. Ab 13:30 Uhr präsentierten die fünf Acts an verschiedenen Spielorten in der Innenstadt ihre Programme und zeigten dabei ganz unterschiedliche Facetten moderner Straßen- und Kleinkunst.
Die späteren Sieger von Cie Balades Perdues verbanden in „IRIS“ Akrobatik, Tanz und Jonglage zu einem poetischen Wechselspiel aus Leichtigkeit und Wagnis. Mit Cyr Wheel, Hula-Hoop und Jonglage verwandelte das Ensemble den Bonifatiusplatz in einen künstlerischen Spielplatz.
Mit zeitgenössischem Zirkus und Bewegungstheater begeisterte Circus unARTiq das Publikum am Pferdemarkt. Mastakrobatik, Akrobatik am schwingenden Trapez und Live-Musik vor einem mehr als acht Meter hohen Vorhang bildeten die Kulisse für die atemberaubende Open-Air-Show.
Das Kazibaze Theater Berlin nahm die Zuschauerinnen und Zuschauer im Kunstpark am Amtsgerichtshof mit nach „MNEMOLAND“. Das interaktive Straßentheaterstück verband artistische Kunststücke mit schrägen Liedern und parodistischen Einlagen.
Komplettiert wurde das Teilnehmerfeld von Calvos und Eitis Magia. Die drei Künstler*innen von Calvos kombinierten auf dem Marktplatz Kontaktjonglage, Stelzenlauf und ausdrucksstarke Kostüme zu einer surrealen Performance. Eitis Magia setzte am Amtsgerichtshof auf visuelle Magie: In der wortlosen Solo-Performance „Por el momento“ trafen Objektmanipulation, physisches Theater, Akrobatik, Jonglage und Clownerie aufeinander.
Eine Jury nahm die Auftritte der fünf Acts über den Nachmittag hinweg genau unter die Lupe. Um 17:30 Uhr wurde schließlich auf dem Marktplatz das Geheimnis gelüftet und der „Lingener Theo“ 2026 verliehen: Gold ging an Cie Balades Perdues, Silber an Circus unARTiq und Bronze an das Kazibaze Theater. Calvos und Eitis Magia erhielten eine Anerkennung für ihre Teilnahme.
(Foto: Stadt Lingen (Ems)
(PM)
(24.09.26)