Meppen/Lingen: Mit erheblichem Alkoholpegel haben am Samstagabend und in der Nacht zu Sonntag drei Autofahrer im Emsland den Straßenverkehr gefährdet. Wie die Polizei in einer Pressemeldung mitteilt, stellten die Beamten in Meppen und Lingen drei Verkehrsteilnehmer fest, die deutlich alkoholisiert unterwegs waren. In einem Fall kam es zu einem Unfall.
41-Jähriger mit 3,47 Promille und ohne Führerschein
Den höchsten Wert maß die Polizei bei einem 41-Jährigen in Meppen. Nach Angaben der Beamten machten am Samstag gegen 19:10 Uhr aufmerksame Zeugen auf dem Parkplatz eines Verbrauchermarktes an der Lathener Straße auf den Mann aufmerksam. Er war zuvor mit einem VW Passat gefahren. Bei der Kontrolle fielen den Einsatzkräften starker Alkoholgeruch und ein torkelnder Gang auf. Der Atemalkoholtest ergab 3,47 Promille. Zudem stellte sich heraus, dass der Mann keine gültige Fahrerlaubnis besitzt. Er wurde zur Dienststelle des Polizeikommissariats Meppen gebracht.
Mit 2,54 Promille am Steuer eingeschlafen
Nur wenige Stunden später, in der Nacht zu Sonntag gegen 2:07 Uhr, meldeten mehrere Zeugen einen BMW X5, der seit mehreren Minuten im Kreuzungsbereich Herzog-Arenberg-Straße/Poststraße stand. Der Fahrer schien nicht ansprechbar. Die alarmierten Polizisten fanden einen 35-Jährigen schlafend auf dem Fahrersitz. Erst nach mehrfachem lautem Klopfen an die Seitenscheibe wachte er auf.
Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab 2,54 Promille. Dem Mann wurde eine Blutprobe entnommen, die Weiterfahrt untersagt. Weil das Fahrzeug den Verkehr behinderte, musste es abgeschleppt werden.
Lingen: Auffahrunfall mit 2,20 Promille
Auch in Lingen kam es laut Polizei zu einem alkoholbedingten Vorfall. Ein 55-Jähriger war mit einem Seat Tarraco auf der Haselünner Straße in Richtung Innenstadt unterwegs und hielt auf Höhe der Hausnummer 102 zunächst am rechten Fahrbahnrand an. Als er kurz darauf wieder anfuhr, übersah er einen vor ihm geparkten Audi A5 und fuhr auf. Es entstand Sachschaden. Der Atemalkoholtest bei dem Fahrer ergab 2,20 Promille.
Polizei lobt Zeugen und appelliert an Verantwortung
Die Polizei wertet die Fälle als erneuten Beleg für die Gefahren durch Alkohol im Straßenverkehr. Bereits geringe Mengen könnten Wahrnehmung, Reaktionsvermögen und Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Ausdrücklich hob die Polizei das Verhalten der Zeugen in Meppen hervor: Durch deren Hinweise hätten die Einsatzkräfte schnell eingreifen können.
Die Beamten appellieren, nach Alkoholkonsum konsequent auf das Autofahren zu verzichten. Wer offensichtlich betrunkene Fahrer beobachtet, solle die Polizei verständigen, sich dabei aber nicht selbst in Gefahr bringen.
Symbolbild
(18.10.26)