Emsland/Grafschaft Bentheim: Mit einer perfiden Variante des sogenannten Schockanrufs versuchen Betrüger, Menschen um ihr Erspartes zu bringen. Dabei geben sie sich am Telefon als Ärzte aus und behaupten, dass ein naher Angehöriger lebensbedrohlich erkrankt sei und dringend eine teure Behandlung benötige.
In einem aktuellen Fall aus der Grafschaft Bentheim erhielt ein Mann einen Anruf von einem vermeintlichen Arzt. Dieser behauptete, seine Tochter sei schwer an Darmkrebs erkrankt und habe ohne eine spezielle Behandlung nur noch eine Woche zu leben. Für die angeblich lebensrettende Behandlung forderte der Unbekannte 50.000 Euro. Zu einer Geldübergabe kam es nicht.
Bei dieser als „Krankenhauslegende“ bekannten Betrugsmasche setzen die Täter gezielt auf Angst und emotionalen Druck. Die Polizei warnt ausdrücklich davor, sich durch derartige Schilderungen zu unüberlegten Handlungen verleiten zu lassen. Auch bei vermeintlich dringenden Notfällen sollten Geldforderungen stets kritisch hinterfragt werden.
Die Polizei rät:
- Beenden Sie das Gespräch bei verdächtigen Geldforderungen.
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
- Kontaktieren Sie Ihre Angehörigen über Ihnen bekannte Telefonnummern.
- Geben Sie keine Auskünfte über Geld oder Wertgegenstände.
- Übergeben oder überweisen Sie niemals Geld aufgrund solcher Anrufe.
- Melden Sie verdächtige Anrufe der Polizei – auch wenn kein Schaden entstanden ist.
Die Polizei appelliert insbesondere an Angehörige älterer Menschen, über diese Betrugsmasche aufzuklären. Ein frühzeitiges Gespräch kann helfen, Betrugsversuche zu erkennen und finanzielle Schäden zu verhindern.
(Symbolbild)
(PM)
(21.10.26)