Papenburg: „Ein Herz im Gepäck“ – unter diesem Leitgedanken haben 18 Absolventinnen und Absolventen der Fachschule St. Raphael in Papenburg ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Mit der feierlichen Zeugnisübergabe im Quartier St. Josef endet für sie eine dreijährige Ausbildungszeit und beginnt zugleich ein neuer Lebensabschnitt. Elf der frisch examinierten Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger werden künftig bei den Teilhabediensten von St. Lukas tätig sein, andere schlagen in anderen Funktionen oder mit einem Studium neue Wege ein.
Der Geschäftsführer von St. Lukas Heinz-Bernhard Mäsker blickte auf die zahlreichen baulichen Projekte von St. Lukas in den zurückliegenden 15 Jahren und machte deutlich, dass es gut ausgebildete Fachkräfte seien, die den Rahmen für Teilhabe setzten. „Bauen ist das eine, aber viel wichtiger ist es, die vielen Objekte sinnhaft mit Leben zu füllen“, so Mäsker. Auch die Weiterentwicklung des spannenden und sinnstiftenden Berufes mit neuen Begrifflichkeiten, die aktuell diskutiert werden, wie „Fachkraft für Teilhabe“ oder Teilhabepädagogen“ spielten dabei eine wichtige Rolle. Zugleich verwies er auf die vielfältigen beruflichen Perspektiven des Berufsbildes. Einsatzmöglichkeiten gebe es unter anderem in Werkstätten, Fachdiensten für berufliche Teilhabe, dem Familienentlastenden Dienst, der Wohnassistenz, in Wohnhäusern oder Kindertagesstätten. Kaum eine Ausbildung eröffne so viele Entwicklungsmöglichkeiten und Einsatzfelder.
Besonders die enge Verzahnung von Theorie und Praxis ist dabei eine Besonderheit an der Fachschule St. Raphael. Während der dreijährigen Ausbildung konnten so alle angehenden Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger nicht nur fundiertes Fachwissen erwerben, sondern dieses auch in zahlreichen Projekten und Praxiseinsätzen erfolgreich umsetzen.
Mit persönlichen Worten blickte Schulleiterin Ursula Diedrichs auf den gemeinsamen Weg der Absolventinnen und Absolventen zurück. Sie erinnerte an den Beginn der Ausbildung vor drei Jahren, der ebenso wie die Abschlussfeier in der Kirche stattgefunden hatte. Damals sei über die Symbolkraft der Farbe Rot und den Regenbogen gesprochen worden. „Wer den Regenbogen will, muss den Regen aushalten“, erinnerte sie an das damalige Fazit und schlug damit den Bogen zur Ausbildungszeit mit ihren Herausforderungen und Erfolgen. In ihrer Ansprache griff sie zahlreiche symbolische Gegenstände auf, die für die Entwicklung der Absolventinnen und Absolventen stehen: Ein Buch als Zeichen für Wissen und Neugier, Turnschuhe für Zusammenhalt und Einsatzbereitschaft, ein Feuerzeug für Kreativität, eine Brille für den Blick auf den Menschen, eine Sanduhr für Geduld, ein Kompass für Orientierung, ein Seil für tragfähige Beziehungen, ein Schlüssel für neue Perspektiven, eine Blume für Respekt und Wertschätzung, ein Freundschaftsband für den Zusammenhalt der Klasse und schließlich ein großes Herz als Sinnbild für Empathie.
„Unser Beruf lebt von den unterschiedlichen Talenten der Menschen. Jede Fähigkeit kann zum Wohl der Klientinnen und Klienten eingesetzt werden“, sagte Diedrichs. Gerade die Heilerziehungspflege vermittle von Beginn an die Haltung, Menschen in ihrer Individualität anzunehmen und wertzuschätzen“, so Diedrichs.
Zum Abschluss gab sie den Absolventinnen und Absolventen die guten Wünsche der Lehrkräfte, Praxisanleitungen, Kolleginnen und Kollegen, der Geschäftsführung sowie der begleiteten Menschen mit auf den Weg. „Möge Gottes Segen euch auf eurem weiteren Lebensweg begleiten“, verabschiedete sie die neuen Fachkräfte.
Mit dem Abschluss verlassen 18 engagierte Fachkräfte die Fachschule St. Raphael – ausgestattet mit Fachwissen, praktischer Erfahrung und, ganz im Sinne des Mottos, mit einem Herzen im Gepäck. Gratulieren dürfen wir: Kyara Abeln, Lena Böhm, Linda Breeger, Mara Brindöpke, Zoé-Marie Bronn, Karina Bürkle, Bianka Elekes, Sonka Fresenborg, Jule Griepenburg, Sabrina Kassens, Lisa Kösters, Dennis Marquardt, Mark Meyer, Ann-Kathrin Schlereth, Leonie Stamm, Alexander Steffen, Martine Wendt und Laura Weßling.
Auch folgende Lehrkäfte und Praxisanleiter wurden verabschiedet, da sie in den Ruhestand gehen oder sie neue Aufgaben übernehmen: Helene Suhrbier, Britta Kassens-Hesener, Heino Gertz, Carsten Hockmann und Inga Watson. Einen Filmbeitrag finden Sie auf unserem YouTube-Kanal unter folgendem Link: https://youtu.be/6Jg1QsJALyg
Foto: Jürgen Eden/St. Lukas
(PM)
(03.07.26)