Bad Bentheim, Landkreis Grafschaft Bentheim: Die Bundespolizei hat am gestrigen Abend an der deutsch-niederländischen Grenze einen gesuchten 42-Jährigen verhaftet. Gegen den Mann lagen zwei Haftbefehle vor. Es sitzt jetzt für rund siebeneinhalb Monate im Gefängnis.
Der 42-jährige Ukrainer war am Dienstagabend gegen 21:40 Uhr als Fahrer in einem aus den Niederlanden kommenden Auto unterwegs. Im Zuge der vorübergehend wiedereingeführten Binnengrenzkontrollen hatten Bundespolizisten das Auto auf dem Rastplatz Bentheimer Wald an der Autobahn 30 angehalten und kontrolliert.
Bei der Überprüfung seiner Personalien stellte sich heraus, dass gegen ihn zwei Haftbefehle vorlagen. Aus zwei Verurteilungen wegen Diebstahls musste er noch eine Geldstrafe von insgesamt 5.250 Euro begleichen oder eine Ersatzfreiheitsstrafe von 225 Tagen verbüßen. Da er die offenen Beträge nicht aufbringen konnte, wurde er im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Des Weiteren hatten die Beamten bei dem vorgelegten Führerschein erhebliche Zweifel an der Echtheit und untersuchten das Dokument genauer. Hierbei stellten sie fest, dass es sich bei dem Führerschein um eine „Totalfälschung“ handelt. Der Ausweis ähnelt dem Original so gut wie möglich, ist aber komplett neu gefertigt und besteht aus möglichst ähnlichen Materialien wie ein echtes Dokument.
Außerdem wurde eine Kleinstmenge an Drogen bei ihm gefunden und eine Blutentnahme veranlasst, da der Verdacht bestand, dass der Mann unter dem Einfluss von Rauschgift gefahren ist.
Entsprechende Strafverfahren wurden eingeleitet.
(Symbolbild)
(PM)
