Die Anforderungen an Transport- und Logistikunternehmen sowie Betriebe mit eigenem Fuhrpark sind in den letzten Jahren massiv gestiegen. Nicht nur im Emsland, sondern in ganz Deutschland sind vor allem die Kraftstoffkosten ein extrem hoher administrativer Aufwand. Darüber hinaus zwingt auch der anhaltende Fachkräftemangel die Unternehmer dazu, dass die bestehenden Prozesse immer wieder aufs Neue optimiert werden müssen. Allerdings steht dabei auch die Frage im Vordergrund, wie Ressourcen maximal ausgelastet werden können und auch wie Unternehmer die Ausfallrisiken minimieren. Eine Schlüsselrolle hierbei übernehmen vor allem die vorausschauende Planung und somit auch der Einsatz moderner Technologien, damit das Unternehmen auch im täglichen Wettbewerb flexibel aufgestellt ist.
Die Rolle der modernen Telematik im Flottenbetrieb
Damit ein Unternehmer auch fundierte Entscheidungen treffen kann, ist die Datengrundlage in Echtzeit besonders wichtig. An dieser Stelle setzt die moderne Telematik an, die weit über die klassische GPS-Ortung hinausgeht. Gerade durch besonders intelligente Verknüpfungen von Telekommunikation und Informatik wird eine lückenlose Erfassung der wichtigen Fahrzeugdaten erfasst. Dabei erhalten Fuhrparkmanager beispielsweise sehr präzise Einblicke in Kilometerstände, Fahrzeiten wie auch in das Fahrverhalten selbst. So kann die Routenplanung optimiert und auch der Kraftstoffverbrauch gesenkt werden.
Des Weiteren lässt sich aber auch durch professionelles Asset Tracking zum einen der Standort überwachen und zum anderen kann auch die Auslastung von Anhängern, Containern und Baumaschinen gesteuert werden. Dies schützt wertvolle Betriebsmittel vor unbefugter Nutzung und hilft gleichzeitig auch dabei, Standzeiten auf Großbaustellen oder in Logistikzentren signifikant zu reduzieren.
Kosteneffizienz und Nachhaltigkeit durch datenbasierte Steuerung
Neben der reinen Überwachung des Standorts bietet die Digitalisierung des Fuhrparks aber noch weitere Vorteile und kann die Kostensenkung aufzeigen, die noch möglich ist. Ein zentraler Hebel ist dabei das Management von Kraftstoffen und Energie, der meist größte Kostenfaktor. Durch den Einsatz von kombinierten Tank- und Ladekarten könnten dann die administrativen Prozesse bei der Abrechnung deutlich vereinfacht werden, was besonders relevant ist, da immer mehr Unternehmen den Fuhrpark auf gemischte Antriebe oder auch reine Elektromobilität umstellen.
Mit den Daten aus dem Telematiksystem kann dies vereinfacht werden. Darüber hinaus kann das System aber auch den Verschleiß von Fahrzeugkomponenten analysieren und Wartungsintervalle problemlos planen, bevor ungeplante Ausfallzeiten oder auch teure Reparaturen entstehen. Langfristig gesehen unterstützt diese Transparenz die Unternehmen dabei, dass die Gesamtbetriebskosten zum einen gesenkt werden können und zum anderen auch der CO2-Ausstoß der Flotte minimiert werden kann.
Sicherheitskonzepte und gesetzliche Anforderungen im Straßengüterverkehr
Außerdem hat der Schutz von Fahrern, Fahrzeugen wie auch der geladenen Fracht im Transportwesen oberste Priorität. Diebstähle der Ladung wie auch Unfälle verursachen jedes Jahr Schäden von mehreren Millionen Euro. Um diesen Risiken zu begegnen, setzen immer mehr Betriebe auf ganzheitliche Sicherheitskonzepte, die unter anderem technische Hilfsmittel wie Dashcams oder auch digitale Geofencing-Alarme integrieren. Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, dass die Verantwortlichen des Fuhrparks auf die immer strenger werdenden Vorgaben achten, die durch das Bundesamt für Logistik und Mobilität kontrolliert werden.
Die lückenlose Dokumentation von Lenk- und Ruhezeiten wie auch die Einhaltung von den Sicherheitsstandards im Straßenverkehr sind daher essenziell. Nur so können Bußgelder vermieden werden. Hier sorgt unter anderem die Verknüpfung von digitaler Verwaltung und automatisierter Datenerfassung für Rechtssicherheit, was bedeutet, dass das Fahrpersonal im Arbeitsalltag signifikant von bürokratischen Pflichten entlastet werden kann.
(14.09.26)