Spelle: Die Trainer Henry Hupe und Lucas Beniermann waren sich einig: Es wäre klasse, wenn das Testspiel-Derby zwischen dem Fußball-Oberligisten SC Spelle-Venhaus und dem Regionalliga-Spitzenreiter SV Meppen stattfinden könnte. Doch die Witterung macht ihnen einen dicken Strich durch die Rechnung. Das für Freitag auf dem Kunstrasenplatz im Getränke Hoffmann Stadion geplante Duell zwischen den beiden emsländischen Top-Teams fällt aus.
Das ergab die Platzbesichtigung am späten Mittwochnachmittag. Nach Temperaturen im Minus-Bereich und andauerndem Schneefall ist der Kunstrasenplatz nicht bespielbar, zumal sich das Wetter bestenfalls unwesentlich ändern soll. „Das macht leider keinen Sinn“, erklärte Spelles Sportlicher Leiter Markus Schütte.
Auch Hupe bedauert die Absage. Sein Team hatte bereits am Dienstag erlebt, dass auf dem Kunstrasen nichts ging. Das Trainerteam hatte ein Alternativ-Programm vorbereitet: Nach der Analyse des ersten Testspiels am Sonntag (4:3 beim Westfalenligisten SuS Neuenkirchen) fand unter der Regie von Athletik-Trainer Jannik Landwehr eine Krafteinheit statt. Danach folgte Spinning unter der Regie von Mechthild Bertelink. Die Mannschaft bedankt sich ausdrücklich, dass sie immer auch kurzfristig zur Verfügung steht und sich Zeit nimmt.
Auch der SVM hätte gerne in Spelle getestet. Bis zum vergangenen Samstag habe sein Team ganz ordentlich trainieren können, sagte Beniermann. Doch in dieser Woche pendelt die Mannschaft eher zwischen Fitnessstudio und dem Sportwerk Ochtrup. Anders als der SCSV hat der SV Meppen noch kein Testspiel bestritten: Die Partie bei der U23 von Preußen Münster musste wegen der eisglatten Straßen ausfallen.
Jetzt findet auch die Partie im Getränke Hoffmann Stadion nicht statt. Dass der vom SVM zu seinem Stammverein SC Spelle-Venhaus zurückgekehrte Adrian Lenz beim Test in Neuenkirchen ein Traumtor erzielte, hatte Beniermann mitbekommen. „Wir haben schon Kontakt gehabt“, erklärte der SVM-Trainer und freute sich riesig über das gelungene Comeback des 25-Jährigen, nachdem er über ein Jahr aus gesundheitlichen Gründen in Meppen nicht spielen konnte. „Wir haben viele Gespräche geführt im Dezember. Ich kann seinen Schritt total verstehen.“
Der SV Meppen weicht ab Montag den hiesigen widrigen Witterungsbedingungen aus und bezieht ein einwöchiges Trainingslager in der Türkei. Dort ist auch ein Test gegen den in der Regionalliga Südwest spielenden FC Homburg geplant. Die Emsländer wollen gut vorbereitet ins Restprogramm der Regionalliga Nord gehen. Die Euphorie im Umfeld ist groß.
„Wir wissen natürlich auch, dass wir uns eine gute Ausgangslage geschaffen haben“, sagt Beniermann. Bei noch 13 Spielen beträgt der Vorsprung vor dem VfB Oldenburg und Drochtersen/Assel drei Punkte. „Aber wir wissen auch, dass der Weg noch weit ist.“
(PM)
(Foto: SC Spelle-Venhaus)
(28.01.26)