Bad Bentheim: Die Bundespolizei hat in der Nacht von Sonntag auf Montag an der deutsch-niederländischen Grenze einen Autofahrer ohne Fahrerlaubnis festgestellt. Der 29-Jährige legte den Führerschein seines ebenfalls im Fahrzeug befindlichen Bruders vor. Beide Männer erwarten nun Strafanzeigen.
Der 29-jährige Fahrer und sein 26-jähriger Beifahrer wurden gegen 01:30 Uhr, im Zuge der vorübergehend wiedereingeführten Binnengrenzkontrollen, in der Kontrollstelle auf dem Rastplatz Bentheimer Wald an der Autobahn 30 durch Einsatzkräfte der Bundespolizei angehalten und kontrolliert.
Bei der Kontrolle händigte der 29-jährige Fahrer den Beamten einen deutschen Führerschein aus. Bei der Überprüfung und dem anschließenden Lichtbildabgleich stellten die Beamten jedoch fest, dass der vorgelegte Führerschein nicht dem Fahrer, sondern dem Beifahrer, seinem Bruder, gehörte. Im weiteren Verlauf wurde den Bundespolizisten klar, warum die Brüder die Dokumente ausgetauscht hatten. Der Fahrer versuchte nach der Aufdeckung des Schwindels unverblümt seine Fahrerlaubnis durch ein Foto eines auf ihn ausgestellten totalgefälschten italienischen Führerscheins auf dem Smartphone nachzuweisen. Durch eine kurze Überprüfung konnte auch diese Finte durch die Beamten entlarvt werden.
Gegen die beide irakischen Staatsangehörigen wurden entsprechende Strafverfahren wegen Missbrauchs von Ausweispapieren eingeleitet. Der Fahrer erhielt zudem eine Anzeige wegen Urkundenfälschung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis und der Beifahrer als Halter des PKW wegen Zulassens des Fahrens ohne Fahrerlaubnis.
Im Anschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde beiden Männern die Weiterreise gestattet.
(Symbolbild)
(PM)
(24.02.26)