Meppen: Ende Mai fand in Herzogenaurach das Bundesfinale des diesjährigen Wettbewerbs „Jugend forscht“ statt. 159 junge MINT-Talente aus ganz Deutschland präsentierten dort insgesamt 116 Forschungsprojekte. Mit dabei war auch die 18-jährige Paula Schoe aus Dörpen, Schülerin am Gymnasium Marianum Meppen. Sie wurde mit einem Sonderpreis ausgezeichnet und erhält damit die Möglichkeit, an der renommierten Luxembourg International Science Expo teilzunehmen.
Ausgezeichnet wurde Paula Schoe für ihre „Multispektroskopische Analyse eines neuartigen Betanin-Chlorophyll/TiO₂-Antennenkomplexes“. Dabei entwickelte sie ein künstliches Antennenpigment, das Licht effektiver nutzen soll als natürliche Vorbilder. Der Forschungsansatz knüpft an Prozesse der Fotosynthese an, bei der Antennenpigmente Lichtenergie aufnehmen und weiterleiten.
Begleitet wurde die Zwölftklässlerin während ihrer Forschungsarbeit und beim Bundesfinale von den Lehrkräften Nicole Schröder und Nils Kreienhop. Kreienhop zeigte sich nach dem Wettbewerb zufrieden: Bereits das Erreichen der Endrunde sei ein Zeichen für eine wissenschaftlich fundierte Projektarbeit. Umso erfreulicher sei es, dass Paula Schoe auch im Jury-Gespräch überzeugt habe und ihre Arbeit mit einem Sonderpreis gewürdigt worden sei.
Für Paula Schoe ist der Erfolg in Herzogenaurach ein besonderer Höhepunkt ihrer bisherigen Forschungstätigkeit. Begonnen hatte sie ihre Arbeit am Gymnasium Dörpen, nach ihrem Wechsel ans Meppener Marianum in Klasse 11 führte sie das Projekt weiter. Den Bundeswettbewerb beschreibt sie als spannende und inspirierende Erfahrung, vor allem wegen des Austauschs mit anderen Jungforscherinnen und Jungforschern.
An der aktuellen Runde von „Jugend forscht“, Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb, beteiligten sich unter dem Motto „Maximale Perspektive“ bundesweit 11.327 Kinder und Jugendliche mit 6.302 Projekten.
(Bild: Gymnasium Marianum Meppen)
(PM)
(05.06.26)