Papenburg: Das Marien Hospital Papenburg Aschendorf hat ein organisationsübergreifendes Netzwerktreffen zum Katastrophenschutz initiiert. Ziel ist es, die Zusammenarbeit im Falle außergewöhnlicher Gefahrenlagen weiter zu intensivieren und bestehende Notfallkonzepte zu einem stadtweiten Katastrophenschutzplan zusammenzuführen.
Auf Einladung des Krankenhauses kamen Vertreterinnen und Vertreter der Papenburg, der Polizei, des Rettungsdienstes sowie der Feuerwehr zusammen. Alle beteiligten Organisationen verfügen bereits über eigene Einsatz- und Notfallpläne. Diese sollen künftig stärker aufeinander abgestimmt und zu einem gemeinsamen Vorgehen weiterentwickelt werden.
Im Fokus des Treffens standen unter anderem Szenarien eines Massenanfalls von Verletzten, beispielsweise infolge eines Amoklaufs, einer Bombendrohung bei Großveranstaltungen oder vergleichbarer Schadenslagen.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Kommunikation im Ernstfall. Erörtert wurde, wie Informationen schnell, eindeutig und zuverlässig zwischen Einsatzkräften vor Ort und dem Krankenhaus ausgetauscht werden können, um eine koordinierte Versorgung sicherzustellen.
„Die Notaufnahme ist im Katastrophenfall eine zentrale Schnittstelle. Entscheidend ist, dass die jeweiligen Einsatz- und Alarmierungspläne ineinandergreifen und wir frühzeitig wissen, womit wir rechnen müssen“, erklärt Sabrina Sanders, Organisatorische Leitung der Notaufnahme im Marien Hospital Papenburg Aschendorf.
Auch aus medizinischer Sicht wurde die Bedeutung einer abgestimmten Planung betont. „Bei einem Massenanfall von Verletzten kommt es auf klare Strukturen, abgestimmte Abläufe und kurze Entscheidungswege an. Das Zusammenführen der einzelnen Pläne ist ein wesentlicher Schritt, um im Ernstfall schnell und effizient handeln zu können“, so Dr. Thomas Klapperich, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie am Marien Hospital.
Langfristiges Ziel der Initiative ist die Erstellung eines ganzheitlichen Katastrophenschutzplans für die Stadt Papenburg, der alle relevanten Akteure einbindet und regelmäßig überprüft wird. Weitere Treffen sowie eine Übung sind bereits geplant.
(PM)
(Foto: Marien Hospital Papenburg Aschendorf)
(16.02.26)