Spelle: In einem intensiven Oberliga-Spitzenspiel haben sich der SC Spelle-Venhaus und der BSV Rehden im Duell der ungeschlagenen Teams 2:2 (1:0) getrennt. 546 Zuschauerinnen und Zuschauer im Getränke-Hoffmann-Stadion sahen eine rassige, spannende und in der Schlussphase zeitweise hektische Partie.
Beide Mannschaften machten von Beginn an deutlich, dass sie sich nichts schenken wollten, und unterstrichen gleichzeitig ihre Ambitionen auf einen Platz im oberen Tabellendrittel. Die in schwarzen Trikots und weißen Hosen angetretenen Gäste liefen die Speller, die in weißen Trikots und schwarzen Hosen spielten, früh an und wirkten zunächst in einigen Situationen etwas abgeklärter als die Gastgeber. BSV-Trainer Majid Cirousse meinte vor dem Spiel erkannt zu haben, dass die Emsländer unter hohem Druck in der Defensive verwundbar seien.
Die Speller agierten phasenweise in der Offensive nicht so präzise wie in den vergangenen Partien. Einige Zuspiele fanden keinen Abnehmer. Klare Möglichkeiten hatte der Gast aus dem Landkreis Diepholz zunächst aber nicht.
Die Emsländer näherten sich einige Male gefährlich dem gegnerischen Tor an. Marvin Kehl traf das Außennetz (9.), anschließend zog Benjamin Evers ab (17.). Auch die folgende Ecke sorgte für Gefahr. Es blieb jedoch beim 0:0.
Rehden tauchte in der 21. Minute gefährlich an der Speller Strafraumgrenze auf. Luis Felipe Monteiro schoss den Ball aus seiner Sicht flach ins rechte untere Eck, doch Torwart Mattis Niemann war noch am Ball.
Spelle kam nun besser ins Spiel. Nach genau einer halben Stunde gelang die Führung: Artem Popov zog aus rund 20 Metern ab. Der Ball schlug im linken oberen Winkel ein. Torwart Daniel Banfalvi war machtlos. Artem Popov, der in Lohne ein Traumtor aus dem Mittelkreis erzielt hatte, bewies damit erneut seine Schussqualitäten.
Nach der Pause kam Tom Winnemöller für Artem Popov. Die erste Chance im zweiten Durchgang verzeichnete Spelle: Daniel Benke prüfte Banfalvi. Rehden drängte auf den Ausgleich und kam innerhalb von 120 Sekunden zu mehreren Torschüssen, die zumeist geblockt wurden. Niemann blieb erneut Sieger gegen Monteiro. Doch Spelle hielt dagegen. Nach einer Stunde verfehlte Felix Golkowski das gegnerische Tor nur um Zentimeter. Vier Minuten später hatte auch Benjamin Evers kein Schussglück.
Der Gast drehte das Spiel innerhalb von nur 60 Sekunden durch Doppel-Torschütze Ebrima Jobe. Der Rehdener beförderte das Leder nach einer halbhohen Flanke von der rechten Seite zum Ausgleich über die Torlinie. Beim 2:1 hämmerte er den Ball mit einem wuchtigen Schuss ins Netz.
Spelle kämpfte weiter und belohnte sich. Der eingewechselte Jan Popov traf zunächst die Latte des Rehdener Tors. Danach war Tjark Höpfner mit dem Kopf zur Stelle: 2:2. Es blieb spannend bis zum Schlusspfiff.
Spelles Trainer Henry Hupe hatte die Startelf im Vergleich zum Spiel beim Regionalligaabsteiger BW Lohne auf zwei Positionen verändert: Die beim 3:1-Sieg eingewechselten Marvin Kehl und Artem Popov liefen gegen Rehden von Beginn an auf. Dafür saßen Tom Winnemöller und Jan Popov zunächst auf der Bank.
Freitagabend in Wilhelmshaven
Am Freitagabend steht das vierte Punktspiel des SCSV beim SV Wilhelmshaven auf dem Programm. Anstoß ist um 20 Uhr.
SC Spelle-Venhaus – BSV Rehden 2:2 (1:0)
SC Spelle-Venhaus: Niemann – Höpfner, Jesgarzewski, Klöpper, Meier – Anton Popov, Golkowski (85. Ahillen), Evers – Benke (71. Jan Popov), Artem Popov (46. Winnemöller), Kehl (71. Lenz).
Trainer: Henry Hupe.
Auf der Bank: Lichtenstein, Wulkotte, Dosquet, Krone, Pauli, Oswald, Echelmeyer.
BSV Rehden: Banfalvi – Drath, Wolff, Chato, Arizanov – Kummer – Anubodem (62. Basha), Hefele, Monteiro (79. Eke) – Bär (85. Alvarez), Jobe.
Trainer: Majid Cirousse.
Tore: 1:0 Artem Popov (30.), 1:1 Ebrima Jobe (66.), 1:2 Ebrima Jobe (67.), 2:2 Tjark Höpfner (80.).
Schiedsrichter: Christopher Blank (VfL Güldenstern Stade).
Zuschauer: 546 im Getränke-Hoffmann-Stadion in Spelle.
(Bild: SC Spelle-Venhaus)
(PM)
(24.08.26)