Spelle: Endlich geht es wieder los! Der SC Spelle-Venhaus steht vor der ersten Pflichtaufgabe der neuen Saison: Die Schwarz-Weißen erwarten am Sonntag um 15 Uhr den Heeslinger SC im Achtelfinale des Niedersachsenpokals im heimischen Getränke Hoffmann Stadion. Im vierten Anlauf soll endlich der erste Sieg gegen den HSC im Pokalwettbewerb gelingen. „Es kribbelt“, freuen sich Trainer Henry Hupe und Neuzugang Joe Klöpper auf das Duell mit einem starken Gegner.
Für Klöpper wird es auch das erste Pflichtspiel für die Speller. In allen acht Testspielen war er dabei. „Jetzt geht es endlich richtig los.“ Der Innenverteidiger ist im Sommer von der U23 des SV Meppen gekommen. Seine Bilanz fällt ausgesprochen positiv aus: „Es macht richtig Spaß. Alles ist top!“ Er spürt, wie ambitioniert die Speller Mannschaft ist. „Die Trainingsvorbereitung ist sehr gut. Man merkt schon, da steckt viel hinter und die Jungs sind recht gut drauf.“ Der Kader sei sehr gut, auch in der Breite. Auf jeder Position gebe es starke Alternativen.
Für den aus Emsbüren stammenden Klöpper, der schon in der C-Jugend unter Trainer Ansgar Lager beim SCSV spielte und nach einem „guten Jahr“ wegen der besseren Perspektive (U17-Bundesliga) zu Preußen Münster wechselte, ist es wichtig, dass er persönlich viel Spielzeit bekommt. Ziel der Mannschaft müsse es sein, so weit wie möglich oben mitzuspielen, „das Maximum aus jedem Spiel rauszuholen“. Im Punktspiel wie im Pokalwettbewerb.
Niedersachsenpokal-Erfahrung konnte Klöpper bei der U23 des SVM nicht sammeln. In diesem Wettbewerb läuft nur die „Erste“ auf. Aber Heeslingen kennt der 24-Jährige, der für Meppen zwei Spiele in der Regionalliga und der 3. Liga bestritten hat, aus der Oberliga. In der vergangenen Saison durfte Heeslingen mit dem ehemaligen SVM-Torwart Jeroen Gies lange vom Aufstieg in die Regionalliga träumen. Aber in der Endphase der Saison ging dem HSC die Luft aus. „Es ist eine ambitionierte Truppe, die gut aufgestellt ist“, weiß Klöpper. Mit dem neuen Trainer Nico Matern, der seine Karriere als Spieler 2024 in Heeslingen beendet hat, sind auch zwei Spieler vom Regionalligisten Kickers Emden gekommen: Mika Eickhoff und Julian Stöhr. Allerdings hat der Verein Terry Becker an SV Drochtersen/Assel abgegeben.
Spelles Coach Hupe erwartet einen „richtig starken Gegner“. Die Gesamtbilanz ist fast ausgeglichen. Im Punktspielbetrieb stehen zehn Speller Siege sowie drei Unentschieden und sechs Niederlagen zu Buche. Die letzten Partien waren spektakulär. Dem Speller 6:2-Heimsieg folgte ein wildes 4:4 in Heeslingen. Noch keine der 22 Begegnungen endete torlos.
Im Niedersachsenpokal sieht es anders aus: Zuletzt unterlag Spelle in Heeslingen 5:6 nach Elfmeterschießen. Da half der 2:2-Ausgleich von Niklas Oswald in der Nachspielzeit nicht. In Spelle verlor der SCSV 0:2 und 1:4. Der HSC entwickelte sich zum Pokalschreck für die Schwarz-Weißen. Das soll sich ändern.
Denn vier Siege reichen, um sich für den DFB-Pokal zu qualifizieren. „Der Weg ist nicht weit, aber hart. Denn es warten vier Kracher-Spiele“, sagt Hupe. Dabei macht für ihn den besonderen Reiz des Wettbewerbs aus, dass es kein Unentschieden gibt, sondern nur Gewinner und Verlierer. Das sei auch für die Zuschauer besonders reizvoll.
Hupe unterstreicht, dass sein Team richtig Bock auf den Niedersachsenpokal hat. Ziel sei es, sich erstmals für den bundesweiten Auftritt im auch finanziell lukrativen DFB-Pokal zu qualifizieren.„Mit einem anderen Anspruch sollte man nicht in so einen Wettbewerb gehen.“
(PM)
Foto: Uli Mentrup
(31.07.26)