
Geeste: Das Emsland Moormuseum ist seit Kurzem um eine große Attraktion reicher. Pünktlich zum Start der touristischen Saison konnten der Geester Bürgermeister Helmut Höke, der Vorsitzende des Trägervereins Martin Gerenkamp, Landrat Marc-André Burgdorf, Mitglieder des Kulturausschusses der Gemeinde Geeste sowie weitere Projektbeteiligte die „Integrative Moorerlebnislandschaft“ offiziell eröffnen. Die drei Spielmodule „Moorhügel“, „Wasserspiel“ und „Baumwipfelpfad“ liegen idyllisch inmitten der Obstbaumwiese des Museums, direkt hinter dem Siedlerhof, und sind für Museumsbesucher frei zugänglich.
„Durch die Moorerlebnislandschaft werden Kinder und Jugendliche spielerisch an wichtige Themen wie die Moorkultivierung und das Ökosystem einer Obstbaumwiese herangeführt“, so Höke in seiner Begrüßung. „Das Museum öffnet sich damit stärker für junge Familien und Schulklassen.“ Aber auch für Erwachsene dürfte sich ein Gang über das Herzstück der neuen Anlage, den Baumwipfelpfad, lohnen. Hier eröffnet sich ein direkter Blick in die Baumkronen alter Apfelbaumsorten, Infotafeln und Hörstationen bieten weitere Informationen, und auch ein Blick auf die Moorlandschaft des Museums ist möglich.
Rund 800.000 Euro investierte die Gemeinde Geeste in die neue Anlage, die sowohl die Aufenthaltsqualität als auch die Besucherfrequenz des Museums erhöhen soll. Erste Ideen hierzu lagen bereits 2021 vor. Allerdings fehlten damals Fördermittel in ausreichender Höhe, um die Erlebnislandschaft in einer Maßnahme umzusetzen, sodass man erst Anfang 2024 in die konkrete Umsetzung gehen konnte.
Möglich wurde dies durch Fördermittel des Amtes für regionale Landesentwicklung aus dem Programm „LEADER“ (rund 396.000 Euro), durch Mittel des Landkreises Emsland (rund 170.000 Euro) sowie durch eine Förderung der Emsländischen Sparkassenstiftung (50.000 Euro). Die Gemeinde beteiligte sich ebenfalls mit Eigenmitteln in Höhe von rund 170.000 Euro.
„Die Moorerlebnislandschaft war kein 08/15-Projekt“, ergänzt Bürgermeister Helmut Höke und bedankte sich bei der Firma Quappen Holzbau aus Sögel für die gelungene Umsetzung dieser einzigartigen Anlage. Die baufachliche Begleitung lag beim Planungsbüro regionalplan & uvp Peter Stelzer aus Freren. Eng begleitet wurde das Projekt zudem durch Museumsleiter Dr. Michael Haverkamp und sein Team, die insbesondere die museumspädagogischen Aspekte im Blick hatten.
Landrat Marc-André Burgdorf lobte das Projekt als wichtigen Baustein zur Steigerung der touristischen Attraktivität von Museum und Region.



(Bilder: Gemeinde Geeste)
(PM)
(31.03.25)