Die Feuerwehren stehen immer mehr den Folgen der globalen Klimaerwärmung entgegen. Derzeit stehen zum Beispiel in Frankreich und Spanien große Flächen in Brand. Viele Menschen bereiten sich auf Evakuierungen vor. Ein Szenario, welches wir uns für das Emsland nicht ausmalen möchten. Bei dem Moorbrand auf dem Gelände der WTD 91 gab es auch kurzzeitig die Überlegung, bewohnte Bereiche zu evakuieren.
Das derzeit warme Wetter, verbunden mit dem teils heftigen Wind hat in den vergangenen Wochen dazu geführt, dass die Vegetation mehr und mehr austrocknet. Regen, welcher den Boden bis in die Tiefe durchnässt, hatten wir schon länger nicht mehr. Derzeit gibt es im gesamten Landkreis immer wieder Alarmierungen der Feuerwehren zu Flächen- oder Vegetationsbränden.
Waldbrandverordnung in Kraft
Damit die Brandgefahr eingedämmt wird, hat der Landkreis Emsland vor kurzem eine Waldbrandverordnung in Kraft setzen lassen. Verstöße gegen diese Verordnung können als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße bis zu 5.000,00 € geahndet werden. „Doch dazu muss es ja gar nicht kommen“, sagt Jens Menke, Pressesprecher der Kreisfeuerwehr Emsland.
Vorbeugen hilft
Es sind einfache Verhaltensregeln, die eigentlich selbstverständlich sind. Kein Feuer und kein Rauchen im Wald, Moor oder Heidegebiet. Die gekennzeichneten Wege dürfen nicht verlassen und die Bereiche dürfen nicht mit Kraftfahrzeugen befahren werden.
Sollte es doch zu einem Brand kommen, sind die emsländischen Feuerwehren dafür auch gerüstet. Es gibt jedoch oft eine große Schwierigkeit – genügend Löschwasser an die Einsatzstelle zu bekommen. In der Vergangenheit konnten sich die Rettungskräfte da bereits auf die Hilfsbereitschaft der Landwirte
verlassen. Mit Wasser gefüllte Güllefässer wurden hier an die Einsatzstellen gefahren. Mit den geländegängigen landwirtschaftlichen Zugfahrzeugen konnten auch Schneisen gezogen werden, die das Feuer daran hinderten, sich weiter auszubreiten.
Hilfe aus der Landwirtschaft„Auch in diesem Jahr freuen sich die Feuerwehren auf die Hilfe aus der Landwirtschaft, denn gemeinsam können Vegetationsbrände gut bekämpft werden“, so Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff. Wasser ist für die Feuerwehren das Löschmittel Nr. 1 bei Vegetationsbränden. Aber auch hier sorgen neue Verfahrendafür, dass die Wassermenge eingeschränkt werden kann.
Generell muss mit der Ressource „Wasser“ sorgsam umgegangen werden. Trinkwasser soll nicht für das Bewässern von Gartenflächen oder das Befüllen von Pools missbraucht werden.
Was tun, wenn’s brennt?
Sollten Sie eine Rauchentwicklung wahrnehmen, zögern Sie nicht, den Notruf 112 zu wählen. Jede Minutedie der Brand früher gemeldet wird, spart am Ende Zeit und schont die Natur.
(Symbolbild)
(PM)
(29.07.26)