Landkreis Emsland: Meppen. 2025 war erstmals ein landkreisweiter Warntag mit Erfolg durchgeführt worden. Alle lokalen Sirenen- und Warnsysteme wurden einem Test unterzogen. Auch in diesem Jahr wird der Warntag auf Landkreisebene durchgeführt. Am Donnerstag, 12. März, ab 12 Uhr werden alle 302 der bislang fertiggestellten Hochleistungssirenen eingesetzt. Der Signalton Entwarnung wird um 12.30 Uhr zu hören sein.
„Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger für Katastrophenschutzwarnungen sensibilisieren und damit auch zu einer erhöhten Resilienz beitragen. Denn es bedarf der Vorsorge, um im Ernstfall gewappnet zu sein. Das ist kein Alarmismus, sondern auch hinsichtlich neuer Bedrohungslagen unter anderem durch die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten eine Notwendigkeit und Ausdruck gemeinsamer Verantwortung“, sagt Landrat Marc-André Burgdorf.
Die Auslösung der Sirenen erfolgt zentral durch die Leitstelle Ems-Vechte. Der Landkreis hat das Netz an elektronischen Hochleistungssirenen mit Förderung durch Bund und Land sowie kreiseigenen Mitteln und Aufwendungen der emsländischen Kommunen seit 2022/2023 ausgebaut. Nach Abschluss des Ausbaus werden im Kreisgebiet insgesamt 319 Hochleistungssirenen installiert sein. Diese können verschiedene Warntöne aussenden und zusätzlich vorgefertigte Warntexte abspielen.
Zudem werden die an das Modulare Warnsystem (MoWaS) angebundenen Warn-Apps, darunter LKEL!, Katwarn, BIWAPP und NINA zeitgleich mit den Sirenen aktiviert.
Cell Broadcast hingegen kann nicht ausgelöst werden. Nach Angaben des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe darf das System nur zu Übungszwecken auf Landesebene genutzt werden. Somit wird es erst beim bundesweiten Warntag am 10. September wieder Verwendung finden.
Der Landkreis Emsland verweist im Zusammenhang mit dem Warntag auch auf wichtige Verhaltensregeln in einer Gefahrensituation:
- Ruhe bewahren: Panik vermeiden und besonnen bleiben
- Sofortiges Handeln: Warnsignale ernst nehmen und sofort den Anweisungen folgen
- Gemeinschaftliche Unterstützung: Mitmenschen, insbesondere Hilfsbedürftige, sofort informieren
- Innenbereich aufsuchen
- Fenster und Türen schließen
- Rundfunk- und soziale Medien überprüfen: Informationsfluss über Radio, Fernsehen und/oder Social Media sicherstellen
- Notrufwege freihalten: Notrufnummern 110 oder 112 für wichtige Notfälle nicht blockieren
Die entsprechenden Sirenentöne sind über www.emsland.de/warnung aufzurufen. Unter diesem Link finden Bürgerinnen und Bürger auch weitere umfassende Informationen zum Thema Warnung vor. Zudem bietet ein GIS-Viewer die Möglichkeit, nachzuvollziehen, von welcher Sirene Bürgerinnen und Bürger im Ernstfall gewarnt werden.
Darüber hinaus wird auf den digitalen Anzeigetafeln in den Kommunen während der Durchführung des Warntags darüber informiert, dass es sich um eine Warnung zu Übungszwecken handelt.
Im Anschluss an den kreisweiten Warntag wird die Kreisverwaltung anhand von Rückmeldungen der emsländischen Städte, Samtgemeinden und Gemeinden eine Auswertung vornehmen.
(Symbolbild)
(PM)
(06.03.26)